Wie man WordPress installiert

Heute möchte ich Dir zeigen, wie einfach WordPress installiert werden kann. Ich beziehe mich hierbei auf die „manuelle“ Installation einer WordPress Seite bei deinem Webhoster. Bei dieser Methode hast Du den größtmöglichen Einfluss auf die Installation.

Schritt 1: Download von WordPress

Zunächst musst Du  dir alle notwendigen Quelldateien für WordPress besorgen. Am einfachsten kann der Download direkt von der WordPress Projektseite heruntergeladen werden.

Link zum Download der englischen Version: https://wordpress.org/download/
Link zum Download deutschem Sprachpaket: https://de.wordpress.org/download/ 

Speicher einfach die ZIP Datei auf deinem Rechner und entpackt sie.

Schritt 2: Upload auf euren Webspace

Für die Installation von WordPress musst Du zunächst die zuvor geladenen und entpackten Quelldateien auf deinen Webspace hochladen. Hierfür gerne genommen ist der FTP Client „Filezilla“ den Du hier herunterladen kannst. Für die Verbindung mit einem FTP Client zu deinem Webspace benötigst Du einen Servernamen, Benutzernamen, dass dazugehörige Passwort und falls vom Standardport 21 abweichend, die richtige Portnummer. Den Benutzer kann man bei manchen Anbietern selbst im Administrationsbereich des Hosters festlegen. Falls nicht, findet man diesen und alle anderen Informationen ebenfalls dort.

FTP Client Programmfenster

FTP Client Programmfenster

 

Wenn Du dich erfolgreich per (S)FTP verbunden hast, kannst Du die WordPress Quelldateien (die entpackten Daten nicht das ZIP) per „Drag&Drop“ in den Stammordner deines Webspace ziehen.

 

Wordpress 4.9.5 Quelldateien

WordPress 4.9.5 Quelldateien

Schritt 3: Die Installation

Um die eigentlich Installation von WordPress zu starten, ist nichts weiter nötig, als deine Webseite im Browser aufzurufen. Sollte der FTP Upload erfolgreich gelaufen sein, wirst Du jetzt von einer Startseite begrüßt.

Starseite der Installationsroutine

Klicke hier bitte auf die Schaltfläche „Los geht´s!“. In der darauf folgenden Maske dreht sich alles um die Anbindung an die Datenbank.

Datenbankanbindung

In einem älteren Beitrag habe ich Dir beschrieben, welche Informationen Du für deinen Webspace besorgen musst. Diese Informationen musst Du jetzt in diese Maske eintragen:

Datenbank-Name: Der Name der Datenbank, welche WordPress zur Speicherung von Informationen verwenden soll

Benutzername: Benutzerkonto welches Zugriff auf die gewünschte Datenbank hat

Passwort: Passwort des Zugriffsbenutzers

Datenbank-Host: Servername des Servers, welcher deine Datenbank anbietet

Tabellen-Präfix: Willst Du mehrere WordPress Installationen in die gleiche Datenbank legen, macht es Sinn, die jeweiligen Installationen, oder besser die damit verbundenen Tabellen, mittels Präfix voneinander abzutrennen. Den Präfix kannst Du frei wählen. Erfolgt keine spezielle Auswahl wird der Standardpräfix wp_ verwendet.

Achtung: Wenn schon eine WordPress Installation mit dem Standardpräfix besteht, wird diese überschrieben!

Wenn alle Angaben richtig sind, wird WordPress dir das mitteleilen.

erfolgreiche Datenbankanbindung

Durch einen Klick auf die Schaltfläche „Installation durchführen“ füllt die Installationsroutine die Datenbank mit den notwendigen Inhalten. Dieser Vorgang sollte recht fix durchlaufen und dich zum Abschluss mit folgender Maske beglücken:

für den Setup-Abschluss benötigte Informationen

Fülle bitte alle Felder vollständig aus und klicke anschließend auf „WordPress installieren“. Danach hast Du es geschafft, versprochen!

Titel der Website: Hier kannst Du einen Titel für deine Webseite eintragen. Dieser wird z.B. in der Titelleiste deines Browsers angezeigt. Der Titel lässt sich jederzeit im Backend ändern.

Benutzername: Hier kannst Du einen Benutzernamen festlegen, mit dem Du dich künftig im Backend-Bereich deiner WordPress Seite einloggen willst. Es handelt sich hierbei so zu sagen um den Administrator deiner WordPress Seite. Dieser Benutzer kann z.B. für die Erstellung von Seiten und Beiträgen oder für die Installation von Themes oder Plugins verwendet werden.

Tipp: Verwende keinen „klassischen“ Name wie beispielsweise Admin oder Administrator. Sei kreativ bei der Namenswahl und verwende etwas „kryptisches“. U.U. steigert das auch die Sicherheit deiner WordPress Installation. Einen Benutzer zur Beitragserstellung kannst Du später immer noch anlegen.

Passwort: WordPress macht Dir automatisch einen Vorschlag für ein sicheres Passwort. Solltest Du dir später einen zusätzlichen Benutzer für die Beitragserstellung anlegen, kannst Du dieses Passwort gerne verwenden, da Du es nicht jeden Tag zur Anmeldung brauchen wirst. Alternativ kannst Du ein eigenes Passwort festlegen. WordPress prüft dein Passwort bei Eingabe und zeigt Dir direkt an, wie sicher dein Passwort eingeschätzt wird.

Vorgeschlagenes oder persönliches Passwort? Egal, speichere es auf jeden Fall sicher ab! Hilfreich kann hierbei ein sog. Passwort-Safe sein. Ein kostenloser Passwort-Safe ist z.B. Keepass.
Weder dein Webhoster noch sonst jemand kann Dir bei der Wiederherstellung des Passworts helfen. Im schlimmsten Fall ist deine WordPress Seite ohne dieses Passwort nicht mehr zu gebrauchen. Also gut und sicher aufbewahren!

Deine E-Mail Adresse: Über diese E-Mail Adresse kommuniziert deine WordPress Seite mit dir. Du erhälst beispielsweise Informationen über neue Kommentare oder über verfügbare WordPress Updates. Achte darauf, dass die angegebene E-Mail Adresse gültig ist und Du Zugriff darauf hast.

Sichtbarkeit für Suchmaschinen: Wenn Du hier den Haken setzt, wird WordPress versuchen, deine Webseite vor der Indizierung durch Suchmaschinen zu schützen. Ob das immer klappt ist jedoch ungewiss. Ist es aber ohnehin nicht Ziel einer Webseite über Suchmaschinen gefunden zu werden? Wie dem auch sei, es ist deine Entscheidung.

Schritt 4: Der erste Login

Wenn bis hierhin alles geklappt hat, gratuliere ich Dir zu einer erfolgreichen WordPress Installation. Die Setuproutine leitet dich abschließend zur Anmeldeseite weiter. Melde dich hier mit den weiter oben eingetragenen Benutzerdaten an.

Et voila, herzlich Willkommen im WordPress Backend!

WordPress Dashboard

Alternative: „1-Click“ Installation

wem die manuelle Installation zu viel Aufwand ist, oder wer nicht mit den technischen Details vertraut ist, für den stellt die sog. „1-Klick“ Installation eine gute Alternative da. Viele Hoster bieten heutzutage eine sehr stark vereinfachte Installation von WordPress als vorgefertigte Lösung an. Diese wird meist über euren Kundenzugang gestartet und fragt keinerlei technische Informationen bei euch ab. Details hierzu findet ihr im Hilfebereich eures Hosters.

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